Finale Ligure – Trails und Sonne in Bella Italia
Während in Mitteleuropa der Winter gerade weicht, verspricht das Trailparadies am Mittelmeer bereits Mitte März traumhafte Abfahrten und Temperaturen um 20°. Ideale Bedingungen um die Bikesaison zu eröffnen.
Allerdings waren dieses Jahr die Wetteraussichten auch eher bescheiden. Am Mittwoch hatte es noch bis auf Meershöhe runter geschneit.
Egal! Wir starten am Samstag von Würzburg aus und durchqueren erstmal die, immer noch tief verschneiten, Alpen. Ab Mailand wird es dann aber deutlich freundlicher und Finale empfängt uns mit lauen 11° und blauem Himmel am Abend. Wir checken noch schnell die Bikes und planen die erste Tour bei einem leckeren italienischem Rotwein.
Wer die Gegend um Finale oder auch San Remo kennt, der weiß wie der Untergrund hier beschaffen ist. Es gibt Steine, Felsen und Steine und wenn man Glück hat ist ein bisschen Sand dazwischen. Weiter im Hinterland gibt es aber auch Abfahrten durch Nadelwälder. Meine Wahl für dieses Gelände ist das Scott Ransom mit WTB-Parts und einer neuen Lyrik 170mm SoloAir.
140mm Federweg sollte man mindestens nach Finale mitbringen um richtig Spass zu haben (Von den wahnsinnigen Locals mal abgesehen).
Die Trails sind flowig, werden aber immer wieder von sehr ruppigen und teilweise auch verblockten Passagen unterbrochen. Es sind Skills gefragt.


Einge Abfahrten brauchen sich nicht vor europäischen DH-Strecken zu verstecken. Ein Fahrfehler und es zischt im Laufrad. Dieses Jahr habe ich Glück mit nur zwei Platten in der ganzen Woche (neuer Rekord). Es empfiehlt sich Ersatzschläuche und Pumpe dabei zu haben, auch wenn man geshuttelt wird. Ebenfalls sehr praktisch: die Dämpferpumpe zum Abstimmen des Fahrwerks. Nachdem sich Dämpfer und Gabel den ganzen Winter über im Ruhrpott-Matsch eigentlich immer gleich angefühlt haben, ist hier das richtige Terrain die Federelemente zu testen. Der Equalizer am Ransom machte leider schlapp, und wollte nach Verstellung nicht mehr komplett ausfedern. Mal schauen was die Analyse bei Scott zeigt.
Das Highlight der Abfahrten sind aber die immer wiederkehrenden Views auf das Mittelmeer. Egal welchen Trail man wählt, eine fantastische Aussicht auf die Küste gibt es immer. Und so fallen einem auch die mehrstündigen Uphills nicht besonders schwer (es reichen aber auch 20 -45 min zu pedalieren).
Am Ende jeden sonnigen Tages kann man sich mit einem Blick aufs Mittelmeer belohnen und den Tag Revue passieren lassen.
A Perfect Day!






